Samstag, 26. September 2015

Ein Hoch auf Euch!

Hallo, Ihr Lieben,

tröt, tröt! Bitte stellt Euch vor, wie ich diesen Beitrag mit einem Papphütchen auf dem Kopf tippe und alle paar Zeilen Konfetti über den Bildschirm streue. Warum dieser Aufwand?

Das hier ist unser einhunderster Blogpost! 100! 

Wenn man bedenkt, dass ich hier ohne Redaktionsplan und wöchentliche Events einfach nur meine Gedanken in die Welt tröte, finde ich das schon eine beachtliche Zahl. Beim #Blomm fragte mich jemand: "Und Du gehst neben dem Bloggen auch noch ein paar Stunden arbeiten?". Nein, eigentlich arbeite ich voll und dieser kleine Blog ist mein Hobby. Ein aufregendes Hobby und eines, das im letzten Jahr eine Menge in meinem Leben verändert hat.

Natürlich lasse ich mich nicht lumpen und habe für Euch zum 100. Post ein Feuerwerk organisiert, denn das sind mir meine lieben Leser Wert.


Na gut, das Feuerwerk habe ich beim #BLOMM für Euch fotografiert, aber das passt auch schon wieder zum Thema.

Ursprünglich wollte ich meinen Hunderesten Post nutzen, um Euch einen kleinen Rückblick zu geben, wollte zusammenfassen, was in den 100 Beiträgen so passiert ist auf meiner kleinen Insel. Gestern jedoch überrollte es mich, dieses Gefühl. Ich möchte nicht über mich sprechen zum Jubiläum, ich möchte über Euch reden!

Ich möchte Euch von "diesem Internet" erzählen und davon, was es so bewirkt hat in meinem Leben in den letzten Jahren.

Denn was dieses Internet kann, wie kein anderes Medium, ist das Verknüpfen von Menschen. Und Menschen sind es, die unser Leben reich und bunt und lebenswert machen. Als ich jung war, hieß es immer: "Sitz nicht so viel vor diesem Kasten. Du vereinsamst sonst!". Heute kann ich sagen, dass ich viele meiner besten Freunde, wunderbarsten Unterstützer und Inspiratoren durch das Internet kennengelernt habe und sie so viel wundervolles dadurch ergeben hat.

Vor fast 10 Jahren habe ich zum Beispiel eine ganz wundervolle, herzenswarme Frau kennengelernt, mit der mich viele Jahre etwas reines, liebevolles verband, dass man trotz vorwiegender Internetverbindung nur als Freundschaft bezeichnen kann. Wir bekamen fast gleichzeitig unser (erstes) Kind und meine Tochter trug im ganzen ersten Jahr fast ausschließlich Kleidung, die ihrem Großkind zu klein geworden war. Durch meine Schuld hatten wir jetzt lange gar keinen Kontakt und wodurch sind wir uns wieder näher gekommen? Genau. Dieses ominöse Twitter!

Durch ein Gewinnspiel bei Facebookgewinnspiel lernte ich vor 1 1/2 Jahren die energiegelandene, grundpositive Béa, kennen, die mich seither unterstützt, bestärkt und motiviert, wo sie kann. Am selben Tag traf ich Suse von Ich lebe jetzt!, Sonja von Mama Notes und Anna von Berlinmittemom. All diese wundervollen Powerfrauen begleiten mich seither online und gerne (natürlich viel zu selten) auch im echten Leben und ich möchte sie nicht mehr missen. Inzwischen bekomme ich schon gar nicht mehr in einen Blogpost, wie viele unfassbar wunderbare Menschen ich durch die Bloggerei kennengelernt habe. Ich werfe Euch hier einfach mal die Séverine von Mama OTR,  den Steffen von Papapelz, Andrea von Runzelfüßchen, Vivi von Hexhex und Alu von Große Köpfe zu. Wenn Ihr da mal kurz durch die Blogs blättert, versteht Ihr schnell, meine Dankbarkeit. Ich entschuldige mich bei allen, die ich jetzt im Überschwang der Gefühle vergessen habe. 

Aber im Internet wurden hier Dinge organisiert und Menschen verbunden - das kann ich nur bewundern und da geht mir das Herz auf.

Allein gestern habe ich morgens per Twitter-DM Unterstützung von anderen Müttern erhalten und wundervollen Frauen den Rücken gestärkt. Mittags habe ich entdeckt, dass eine von mir seit über 10 Jahren verehrte Künstlerin für humanitäre Zwecke einen Flohmarkt veranstaltet. Nachmittags habe ich ihr zwei ganz entzückende Kleider abgekauft und dann ein paar Stunden geholfen Spenden zu sortieren und abends hat es mich dann total geflascht! Ich wurde gefragt, ob ich nicht schnell noch einen Aufrückerplatz für die #WUBTTIKA haben möchte und mal eben am nächsten Morgen nach Wuppertal reisen will, um viele der wunderbaren oben erwähnten Menschen zu treffen. Mein erster Gedanke war, huch, da sind jetzt aber die Bahnpreise hammerhoch, wenn das so kurzfristig ist. Und bevor ich Zeit hatte, darüber nachzudenken, ob ich so eine kurzfristige Reise überhaupt leisten kann, hatten sich 6 Menschen zusammengefunden, die bereit waren, mir einen Teil der Reise zu sponsern. Einfach so! Echtes Geld aus ihrem Portemonnaie zu nehmen, um mich mal wieder zu sehen, oder mir einfach eine Freude zu machen! Ich habe noch heute immer wieder unvorangekündigt den Kopf geschüttelt, weil mir so viel liebenswürdigkeit und uneigennützigkeit einfach die Fassung raubt. Ich möchte hier noch einmal Danke sagen. Ihr seid toll!

Da sage noch mal einer, das Internet wäre eine anonyme Geschichte und nur fruchtloses Gelaber. Das ist es nicht. Dort gibt es echte Menschen und zusammen schaffen wir großes und ändern eine Menge.


Mit meinem einhundersten Blogeintrag möchte ich all diesen Menschen danken, die ihre Energie und ihr Herzblut und ihre Phantasie einsetzen, um das Internet zu einem lebendigen Ort zu machen, um die Leben von Menschen besser zu machen.

Ich bin stolz, ein Teil davon sein zu dürfen.

Liebste Grüße
Eure Thea

Donnerstag, 24. September 2015

Nachfolger für eine Zuckerdose

Hallo Ihr Lieben,

wir hatten Euch ja hier auf dem Blog neben Familienthemen und Gedankenzuckerwatte auch ein paar Lifestylebeiträge versprochen. Dafür ist bei uns die liebe Bee zuständig und und durch ihre Blogpause, ruht auch dieser Zweig unseres Blogkonzepts. 

Denn für schickes, gestyltes Wohnambiente und modische Kleidung bin ich einfach nicht die richtige Ansprechpartnerin. Bei mir muss alles funktional und praktisch sein. Da kann ich Euch nicht viel zeigen. 

Als ich gerade so über diesen Punkt nachdachte, fiel mein Blick vorhin auf meine neuen Zuckerdosen.Und ich dachte, die kann ich Euch ja mal zeigen.

Vor einer Weile hatte ich ja meine gliebte, geerbte Zuckerdose fallen gelassen und Euch auch hier davon erzählt. Danach habe ich meinen Kaffee eine ganze Weile direkt aus dem großen Napf gesüßt, weil ich mir einfach keine neue Zuckerdose kaufen wollte. Dann war ich mit Béa verabredet und bevor wir diese Fenchelpaste zauberten, waren wir noch zusammen im Suiside Sues einen Kaffee trinken. Dort standen nicht die üblichen Zuckerspender auf den Tischen, sondern kleine Flaschen und die gefielen mir so gut, dass ich mich auf die Suche nach der perfekten Größe für meinen Esstisch machte.

Und hier sind sie nun, meine Schmuckstücke:


Warum ich jetzt zwei habe? Ich kann mich eben nicht für eine Zuckerart entscheiden. Und so habe ich Beide immer gleich zur Hand.



Sie sind zwar noch nicht mit Erinnerungen verknüpft, wie ihre Vorgängerin, aber sie zaubern mir bei jedem Käffchen ein Lächeln auf die Lippen und ich finde, sie machen sich in meiner Küche ganz gut.

Liebe Grüße,

Eure Thea

Mittwoch, 2. September 2015

Kurzgebloggt: Was man sich noch vor dem ersten Kaffe so anhören darf...

Heute Morgen, fünf Minuten vor der Losgehzeit bei uns im Bad. 

Wir putzen unsere Zähne, das Kind diskutiert, warum sie nicht mit ungekämmten Haaren zur Schule gehen darf. Ich werfe ein, dass sie keine komplizierte Frisur bräuchte, kämmen aber schon. 


Daraus entspinnt sich folgendes Gespräch. 

Mama: Und Socken wären auch nicht schlecht. 

Kind: Ich weiß.  

Mama: Und Schuhe solltest Du Dir auch noch raussuchen.

Kind: Ich weiß. 

Mama: Wenn Du mit dem Zähneputzen fertig bist. 

Kind: Ich weiß. 

Mama: Meine Güte, Du weißt ja schon alles. 

Kind: Ja. 

Mama: Super, dann kann ich ja in Rente gehen. Wenn Du schon alles weißt, ist mein Mamajob ja erledigt. 

Kind empört sich: Mama, also wirklich! Und was ist, wenn ich mir wehtue und getröstet werden muss? Dann brauche ich Dich schon noch! 

Mama: Na toll. Muss ich jetzt warten, bis Du mal hinfällst, damit ich gebraucht werde? 

Kind: Ja, das musst Du wohl. Sonst bin ich ja schon groß. 

Mama: Oder ich stelle Dir ein Bein... 

Kind baut sich vor mir auf, stemmt die Hände in die Hüften und poltert: Mama, wenn Du das machst! Boah, dann kriegst Du 9 Wochen Mamarente zur Strafe! [Kind guckt finster, senkt die Stimme und fügt drohend hinzu] Und zwar ganz ohne Kuscheln! 

Das war´s dann also. Ich bin jetzt Mutti auf Abruf und werde nur noch zum Kuscheln gebraucht, wenn es dem Kind mal einfällt. 

Sie ist jetzt offiziell eine Katze!