Dienstag, 30. Juni 2015

"Sollte das nicht lieber die Mutti machen?" - Für mehr Respekt für Väter

Hallo Ihr Lieben,

vor Kurzem las ich einen Blogpost vom Papa des Runzelfüßchens, in dem er berichtet, dass Omis am Spielplatz ihm nicht zutrauen, seine weinende Tochter zu trösten und obwohl ihn das nicht weiter runterzieht, fühlt sich das Erlebnis komisch an.

Als ich den Bericht las, musste ich daran denken, dass auch mein Mann solche Kommentare zur Genüge kennt. Bei uns ist die Betreuung, Verantwortung und das Glück mit der Tochter tatsächlich gleichberechtigt aufgeteilt. Schon lange, bevor wir schwanger wurden war klar, dass der Mann Windeln wechseln, Nächte betreuen und sich eben einfach um SEIN Kind kümmern wird. Doch schon im Krankenhaus traute man Ihm das nicht zu. Flummi war ja sehr klein und zerbrechlich und hatte eine Magensonde und die Herzton- und Sauerstoffmesspinöpel am kleinen Körper kleben und der Mann hat Hände, wie Bratpfannen. Das machte die Schwestern auf der Neo-Natologie schon ziemlich nervös. Ständig drängte ihn beim Fiebermessen, Wiegen oder Wickeln eine zur Seite oder stellte sich hinter ihn und gab Anweisungen. Mir warf man unterdessen scheele Blicke zu, wie ich da so faul daneben saß und den Anblick meiner neuen kleinen Familie genoss. Und schon hier - ganz am Anfang unserer Reise als Vater-Mutter-Kind, hörte ich ein Gemurmel von "Aufgabe der Mutter" und "Das Kind braucht aber...". 


Große Papahände für kleine zarte Babyhände? Na klar!

Ich halte das für Blödsinn! Abgesehen vom Stillen, kann mein Mann all das, was ich kann im Umgang mit unserer Tochter! Wir haben jeder unsere eigenen Stil und während er besser Kitzeln und Nägel schneiden kann, liegen meine Talente eher im Bastel-/Vorlesebereich und in der Haarpflege. Aber trösten, versorgen, betreuen können wir sie beide! Und wir tun das auch beide. Mal er mehr, mal ich mehr. Zugetraut wird ihm das allerdings noch immer nicht. Ich finde, dass Gleichberechtigung keine Einbahnstraße ist. Wenn man von Vätern erwartet, dass sie alle Pflichten der Mütter (schon so eine blöde Formulierung!) erfüllen, muss man ihnen auch alle Rechte zugestehen! Ich finde aber, mein Mann wurde teilweise regelrecht diskriminiert.

Es fing damit an, dass eine Kinderärztin immer nur mit mir sprach und den anwesenden Papa nicht für voll nahm - das war natürlich nicht lange unsere Kinderärztin - später in der KiTa hieß es ständig: "Richten Sie mal ihrer Frau aus, dass die Windeln alle sind." Oder "Richten Sie mal der Mama aus, dass Flummi heute keinen Mittagsschlaf gemacht hat / Sich gestoßen hat / nichts gegessen hat.".  Zu mir sagte nie einer, ich solle ihm ausrichten, was das Kind so gemacht hat. Denn ich war ja die passende Adressatin für alle das Kind betreffenden Dinge - Papa kann nur assistieren. Wenn ich nachfragte, hieß es meist: "Naja, in den meisten Familien ist das eben so. Die Väter sind meist nicht zuständig." Tja, wie auch, wenn man sie nicht lässt!

Väter und Kinder - eine magische Verbindung

Ich sage nicht, dass es nicht auch Väter geben, kann, die sich ganz bequem zurücklehnen und Mama machen lassen. Aber bei uns ist das eben nicht so und ich ärgere mich, dass man es uns damit so schwer macht. Selbst bei meinen Vorstellungsgesprächen, wollte man immer von mir wissen, wer denn das Kind von der KiTa abhole, wenn ich Spätdienst hätte und ob das denn ginge, dass das der Papa macht. Tja, bisher musste ich sie nicht dem Postboten mitgeben... Und wie alle Stereotypen mich ärgern, regt es mich auch auf, dass es hier noch so viele Vorurteile zu geben scheint.



Wie erlebt Ihr das? Begegnen solche Sichtweisen nur mir? Ich interessiere mich für Eure Erlebnisse!

Liebe Grüße
Eure Thea

Freitag, 19. Juni 2015

Ist doch alles Käse hier - Kleine Genießer im Juni

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich für Papas weltberühmte Nudelsoße so viel nettes Feedback bekommen habe, möchte ich mich diesen Monat wieder an der Blogparade von Mama Mia beteiligen. Diesen Monat geht es um das Abendbrot, denn bei Mia, wie bei uns, muss es im Sommer manchmal schnell gehen mit der letzten Mahlzeit des Tages, einfach weil man sich zu lange an der frischen Luft herumgetrieben hat.

Bei dieser Frage fiel mir sofort das Lieblingsabendbrot meiner Tochter ein. Wir haben ja eine Käse-Flummi, die schon seit frühester Kleinkinderzeit jede Art von Käse mit großer Begeisterung wegfuttert und so lag es nahe, mal über Käse nachzudenken, als es darum ging, es ihr schmackhafter zu machen, abends auch mal ein Brot zu essen. Ich habe also, als ich einmal ein Rezept für ein Mascapone-Topping entdeckte, die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und etwas herumexperimentiert. Heraus kam folgendes Rezept (das ich Euch auf diesem Blog schon einmal gezeigt hatte und ich hoffe, Ihr verzeiht mir die erneute Verwendung - aber es passte einfach zu gut zu Mias Frage!).

Frischkäsecreme:
1/2 Packung Frischkäse
1/2 Packung Feta
1 TL Öl (ich habe Olive genommen, weil ich den Geschmack liebe, Kürbiskernöl oder Walnussöl geht auch prima)
Milch, zum cremigrühren
Salz, Pfeffer



Ich rühre erst den Frischkäse cremig,  dann brösele ich den Feta hinein, gebe das Öl dazu und verrühre alles mit dem Pürrierstab. Jetzt nur noch abschmecken und etwas Milch hinzugeben, falls die Konsistenz noch nicht passt - und fertig!
















Diese Creme bereite ich vor, stelle sie in den Kühlschrank und muss dann zum Abendbrot nur noch Brot, diese Schüssel und was immer der Mann und ich auf die Stulle wünschen auf den Tisch werfen. 

Das ist auch meine Geheimwaffe, wenn ich mal das Gefühl habe, Flummi hätte ein paar Tage nicht so wirklich gut gegessen. Wenn es Feta-Creme gibt, verputzt sie mindestens 2 Bemmen.

Wenn ich so richtig lustig drauf bin, mache ich noch ein Spiegelei in lustiger Form, indem ich einfach eine große Plätzchenform in die erhitzte, gefettete Pfanne lege und das Ei hineinschlage. Hier zum Beispiel ein Spiegel-Ren:















Geht natürlich mit den meisten Formen und bringt noch mal etwas Abwechslung an den Abendbrottisch.

Mehr Ideen findet Ihr bei Mia! Und was kommt bei Euch so auf den Tisch?

Liebe Grüße,
Eure Thea

Dienstag, 9. Juni 2015

5 Bücher in 2015 - Blogstöckchen: Bücherliebe

Hallo Ihr Lieben,

aaah, die zauberhafte Suse vom Blog Ich lebe Jetzt! wirft nach mir! Aber mit so spannenden Blockstöckchen darf sie das gerne und ich habe die Herausforderung angenommen! Sie wollte nämlich von mir wissen, welche 5 Bücher ich vorhabe in 2015 zu lesen. Ich musste ganz schön grübeln, denn faktisch schaffe ich kaum etwas zu lesen, also in Buchform, mein Medium ist derzeit das Hörbuch, weil ich nicht mehr mit der Bahn zur Arbeit fahre und sein wir mal ehrlich: beim Autofahren liest es sich schlecht und wann anders, als beim Arbeitsweg haben Eltern Zeit, zum Lesen.


Aber ich habe mir 5 Bücher ausgesucht, die ich dieses Jahr lesen möchte und ich habe mir auch vorgenommen, Euch dann kurz zu erzählen, wie ich sie fand.

1: Weston, Paul Robert: Zorgamazoo

Das este Buch auf meiner Liste ist ein Kinderbuch, dass sich eine ganz süße, junge Leserin von mir wünschte. Ich habe es gleich für die Bibliothek (und sie) gekauft und mich beim Katalogisieren ein Bisschen verliebt. Da ist erstens die Handlung, denn es geht um ein ausgesprochen phantasievolles Mädchen, dass davor wegläuft, dass ihr die Phantasie aus dem Schädel operiert werden soll und auf seiner Flucht Zorgeln und Monstern und Meerjungfrauen begegenet! Und dann die Form! Das komplette Buch ist in Reimen geschrieben! Lasst Euch mal ein Stück vorlesen! Klasse, oder? Muss ich lesen!

[hier sollte das Foto stehen, dass ich vor dem Verleihen an die schnuckelige Leserin extra noch gemacht habe. Leider ging es bei einer Systemwiederherstellung vom Handy verloren. Bitte stellt es Euch vor oder schaut es Euch auf der Verlagspage an! ;)]


2. Hustedt, Siri : Was ich liebte
Nachdem mir zuerst Anna von BerlinMittemom erzählte, dass sie diese Autorin sehr liebt und nun noch Momatka von Mutter sein - Mensch bleiben geradezu groopyhafte Züge an den Tag legt, muss ich dringend mal ein Siri-Huvstedt-Buch versuchen und ich habe mich für Annas Lieblingsbuch entschieden! 

Ich kann hier noch kein Foto beilegen, ich muss mir das Buch erst noch kaufen, aber ich freue mich schon darauf!




3. Holt, Anne: Die Präsidentin
Auch dieses Buch ist eine Empfehlung. Suse von Ich lebe Jetzt!, legte mir an Herz, Anne Holt mal eine Chance zu geben. Ich werde mein Glück mit "Die Präsidentin" versuchen und Euch dann  berichten, was ich von diesem KRIMI hielt! Ich lese ja keine Krimis, wisst Ihr, oder? Naja, ich bin offen für alles!


Scheunemann, Frauke: Ziemlich unverbesserlich
Hamburg! Ich liebe Hamburg und ich liebe lockerflockige Familienbgeschichten. Und deshalb muss ich unbedingt Ziemlich unverbesserlich von Frauke Scheunemann lesen! Dieser Trailer macht richtig Lust auf das Buch, finde ich! Am liebsten möchte ich den in den Urlaub mitnehnehmen. Mal gucken, ob das klappt.


5. Moor, Dieter: Was wir nicht haben, das brauchen Sie nicht
Dieses Buch liegt seit Ewigkeiten auf meinem zu-lesen-Stapel. Ich hatte es sogar schon mal angefangen, dann aber an meine Mutter weitergegeben, die verzweifelt, etwas Lustiges suchte. Jetzt ist es mal dran, jetzt werde ich es lesen!


Und, was haltet Ihr von meiner Auswahl? Welche der Bücher kennt Ihr, welche Autoren mögt Ihr?

So und jetzt soll ich noch 5 Blogger nominieren. Uff, am Liebsten wüsste ich von Euch allen, was Ihr so auf der to-read-Liste habt!
Direkt werfen möchte ich das Stöckchen aber zu:

Minusch von 2 Kinder / Küche / Bad / Balkon

Momatka von Mutter sein, Mensch bleiben

Chris von Linsensicht

Mara Kolumna von Das zweite Kind sind Zwillinge

Und

Sven von Zwillingswelten

Ich bin gespannt, wer die Herausforderung annimmt und freue mich auf Eure Bücher! Gerne auch von nicht-Beworfenen und gerne auch hier als Kommentar!

Liebe Grüße,
Eure Endwinterwunder